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HEIMsuchung

Unsichere Räume in der Kunst der Gegenwart

09.05. - 25.08.2013

Eine Redewendung wie „Trautes Heim – Glück allein“ gibt es bereits vor: das Geborgenheitsgefühl, das mit dem Heim, den eigenen vier Wänden wie selbstverständlich verknüpft wird. So gilt das Zuhause seit jeher als der Ort, an dem das Subjekt sich seiner selbst versichert und in der Heimkehr auch sich selbst findet. Das Haus ist somit nicht nur einfach Behausung und Schutz für das Ich, sondern ebenso Ausdruck seiner Persönlichkeit. Doch entspricht das wirklich der Realität? Ist die Behausung – unter den Bedingungen einer zunehmend ortlos gewordenen Informationsgesellschaft – tatsächlich noch der Schutz, die „zweite Haut“, als die sie der Mensch im Allgemeinen empfindet?

 

Der Ausstellung „HEIMsuchung – Unsichere Räume in der Kunst der Gegenwart“ geht es um genau diese Ambivalenz. Statt den glücklichen und geborgenen Räumen thematisiert die Ausstellung ihr Fremd- und Unheimlichwerden. Anstelle der Darstellung von sich heimisch fühlenden Personen, rückt jene von Individuen, die sich in ihren ehemals verlässlichen und Schutz bietenden Kontexten verlieren. So reagieren 21 international ausgewählte Künstler auf facettenreiche Art und Weise mit ihren Arbeiten auf eine Welt, in der die Trennung zwischen innen und außen weniger denn je zu ziehen ist und Grenzen langsam fließend werden.

 

Der Ausstellungsparcours folgt dabei einer Dramaturgie, die zwischen den Ebenen des Bildhaften (Film und Fotografie), Modellsituationen und eigens gebauten, begehbaren Räumen wechselt und damit dem Besucher das Eintauchen in verschobene, klaustrophobe und unheimliche Räume erlaubt.

 

Reynold Reynolds & Patrick Jolley, Burn, 2002, Video