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Bonner Kunstpreis 2013 - Antonia Low

Der verlorene Raum

23.10.2014 - 11.01.2015

Die Stadt Bonn fördert mit dem Bonner Kunstpreis Künstlerinnen und Künstler der Region. Die in Bonn, Dublin und Brüssel aufgewachsene Künstlerin Antonia Low (*1972 in Liverpool/UK, lebt in Berlin) ist Gewinnerin des Preises 2013. Lows besonderes Interesse gilt der subjektiven Wahrnehmung im ästhetischen und  sozialen  Kontext. Hierzu gehören auch „verborgene Orte“ in  offiziellen Gebäuden, die von den vor Ort Arbeitenden mehr oder weniger spezifisch genutzt werden. Für das mit dem Preis verbundene, von der Bonner IVG-Stiftung geförderte Atelierstipendium mit Projektaufenthalt wählte die Künstlerin die ihr aus der Kindheit vertraute belgische Hauptstadt Brüssel aus. Im Zentrum der Untersuchungen von Antonia Low standen repräsentativen Bauten mit nationalen und internationalen Aufgaben oder Symbolfunktion. An diesen Orten recherchierte die Künstlerin gleichsam im Kontext einer Feldforschung. Erst vor Ort im Kunstmuseum Bonn werden die vielschichtigen Erfahrungen in assoziative Raumvorstellungen künstlerisch umgesetzt. Eine „Synthese von Raum und Erfahrung“ (Low) erwartet den Besucher. Zusätzlich entwickelt Low eine Intervention für das Obergeschoss des Treppenhauses, einen geteilten Vorhang, den es zu passieren gilt. Auf dem Stoff ist das Skulpturendepot des Kunstmuseums abgebildet. Die Künstlerin bezeichnet diese Arbeit als „lakonische Begegnung“, da jeder, der durch den mittleren Eingang in die Sammlungsräume gehen will, mit diesem verborgenen und inoffiziellem Bereich des Kunstmuseums unachtsam oder absichtlich in Berührung kommt.

Zur Ausstellung erscheint ein gemeinsamer Katalog mit dem Kunstverein Braunschweig, wo in diesem Sommer Lows Installation „Pax und Concordia, wartend“ in der Remise gezeigt wurde.

Eröffnung: Mittwoch, 22. Oktober 2014, 20 Uhr

Header oben (Detail): Antonia Low, Brüssel 2014, Arbeitsportrait © VG Bild-Kunst, Bonn, 2014