Kopfbild
facebook logo

MUSCHELBAUM, HOLZVOGEL UND AUGENFISCH

Max Ernst für Kinder und Jugendliche

25.03. - 26.08.2012

Im Jahr 1925 legte Max Ernst zum ersten Mal Papiere auf die Dielen eines Holzfußbodens und rieb mit einem Bleistift die Oberflächenstruktur durch. Die so sichtbar gemachten Muster und Formen verwandelten sich auf den Papieren zu eigenständigen und eigenwilligen Landschaften, Gegenständen und Wesen, die es zu ‚lesen’ und gegebenenfalls mit dem Bleistift hervorzuheben galt. So entwickelte Max Ernst die Technik der Frottage, die er in den kommenden Jahren in vielfältiger Weise nutzte und auch auf die Ölmalerei übertrug.

Die Grafikserie "Histoire naturelle" („Naturgeschichte“), die Max Ernst 1926 fotomechanisch vervielfältigt und veröffentlicht, besteht aus 34 Frottagen. Sie steht im Mittelpunkt der diesjährigen Ausstellung für Kinder und Jugendliche und zeigt die Geschichte der Entstehung unserer Welt. Dabei führt uns Max Ernst in eine geheimnisvolle Welt aus Wasser, Licht, Erde und Luft, die von seltsamen Pflanzen, fantastischen Tieren und auch dem Menschen bewohnt wird.

Den Tieren der „Naturgeschichte“ Max Ernsts begegnen im Ausstellungsraum präparierte Vögel und Fische aus der Sammlung des Museum Alexander Koenig. Das Max Ernst-Museum Brühl des LVR stellt zudem als Leihgaben fünf Bronzereliefs mit Tier- und Menschengestalten zur Verfügung. So verwandelt sich der Ausstellungsraum in einen Naturraum, in ein Sehlabor, vor allem aber in eine Werkstatt, in der man die Technik der Frottage in ihrer Vielfalt nicht nur betrachten, sondern auch selber ausprobieren kann.

Zur Ausstellung erscheint ein Werkbuch mit Texten und Abbildungen zu Max Ernst sowie mit Anregungen zum eigenen Experimentieren.

In Kooperation mit dem Max Ernst Museum Brühl des LVR.
Wir bedanken uns für die Unterstützung durch den Verein der Freunde des Kunstmuseums Bonn e.V. und durch das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig.

Max Ernst, l`évade (Der Ausbrecher), 1926. Aus der Serie Historie naturelle, Kunstmuseum Bonn © VG Bild-Kunst, Bonn 2012