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Fotografie

Erst seit Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts sammeln deutsche Kunst-Museen ein „neues“ (bereits 1839 erfundenes) künstlerisches Medium: die Fotografie. Das gilt auch für das Kunstmuseum Bonn, das wesentliche Teile seiner kleinen, aber sehr feinen Sammlung der Arbeit von zentralen deutschen Künstlern dieser Zeit verdankt: neben Katharina Sieverding sind Jürgen Klauke, Anna & Bernhard Johannes Blume, Imi Knoebel, Monika Baumgartl sowie Rudolf Bonvie mit größeren Werkblöcken vertreten.

Der richtige „Boom“ der Fotografie, d.h. ein wirklich breites öffentliches Interesse an der Fotografie setzte jedoch erst in den neunziger Jahren ein – als auch das Kunstmuseum Bonn eine rege Ausstellungstätigkeit in diesem Bereich wieder aufnahm, die auch Niederschlag in der Sammlung und dessen öffentlicher Präsentation fand. Aufgrund der Lichtempfindlichkeit sind Fotografien nur kürzere Zeit zu zeigen, deshalb kommt der wiederkehrende Besucher immer wieder in den Genuss herausragende Bilder von Andreas Gursky, Jörg Sasse, Thomas Florschütz, Katharina Mayer, Thomas Struth, Michael Wesely, Boris Becker, Christopher Muller oder Wolfgang Tillmans zu entdecken.

Headerbild oben: Christopher Muller, Lunch (Detail), 2010, 52 x 118 cm, C-Print hinter Acrylglas

Thomas Demand, Heldenorgel, 2009 © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Wolfgang Tillmans, Lighter, 2009 (Installationsfoto aus dem Sammlungsraum)
Andreas Gursky, Chicago Board of Trade II, 1999 © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Tamara Grcic, Haare/NYC (Detail), 1997/2006