Sammlungsumbau

Ab sofort zeigt das Kunstmuseum Bonn Ulla von Brandenburgs Installation „Two Times Seven“ in der ständigen Sammlungspräsentation.

2024 erhält das Kunstmuseum Bonn ein neues Beleuchtungssystem, das im Sinne der Nachhaltigkeit energieeffizienter ist und sich unkompliziert konservatorischen Bedingungen anpassen lässt. Im Zuge des Umbaus werden sukzessiv Raumblöcke geschlossen und daraufhin mit neuen raumfüllenden Installationen wiedereröffnet. „Two Times Seven“ bildet den Auftakt einer Reihe von Highlight-Räumen, die in den kommenden Monaten eröffnet werden sollen.

Die Installation „Two Times Seven“ (2017) besteht aus sieben Reihen von jeweils zwei deckenhohen Vorhängen in verschiedenen kräftigen Farben. Jeder Vorhang wurde eigens gefärbt oder gebleicht und individuell drapiert, mit Kordeln, Leitern und Angelruten, und bildet eine eigene Skulptur. Die Besucher:innen sind eingeladen, die Vorhangöffnungen zu durchschreiten, von Zwischenraum zu Zwischenraum gehen, angelockt vom sphärischen Gesang betörender Frauenstimmen – das letzte Vorhangpaar öffnet sich zu einem auf Video übertragenen Film, der in Nahsicht weitere farbenprächtige Vorhänge und Tücher in Bewegung zeigt. Der begleitende hypnotische Gesang gibt Buchstaben aus dem Gedicht von Wisława Szymborska „Gespräch mit dem Stein“ (1962) wieder, darunter die Zeilen:

„Ich klopfe an die Tür des Steins.
‚Ich bin’s, mach auf.‘
‚Ich hab keine Tür‘, sagt der Stein.“

Sind es zunächst die Betrachtenden, die sich durch die Installation der Vorhänge bewegen, sind es nun die Vorhänge im Bild, die sich vor den stillstehenden Betrachtenden bewegen.

Ulla von Brandenburg ist vor allem für ihre Installationen, Videos und Performances bekannt. Ihre Arbeiten sind oft geprägt von einer starken theatralischen Ästhetik. Rituale, Folklore und Symbolik spielen eine wichtige Rolle in ihrem Werk, ebenso wie die Untersuchung der Grenze zwischen Realität und Illusion. Charakteristisch für ihre Videos ist die Verwendung von aufwendigen Bühnenbildern und Kostümen sowie eine starke Betonung auf Farbe und Bewegung. Oft greift die Künstlerin auf historische Referenzen zurück. Die Installation lädt dazu ein, sowohl physische als auch mentale Räume zu erfahren und zu reflektieren.

Die Arbeit ist eine Dauerleihgabe aus der Sammlung KiCo.

 

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