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MASKE

Kunst der Verwandlung

30.05. - 25.08.2019

Seit jeher und in allen Kulturen der Welt sind Menschen von Masken fasziniert. Aufgesetzt auf das Gesicht verwandelt die Maske ihre/n Träger*in in etwas Neues und fungiert zugleich als Schutz und Verbindung zwischen dem Individuum und der Außenwelt.

Besonders in der bildenden Kunst der Moderne, in den Strömungen des Dada, Surrealismus und Expressionismus, war das Interesse an der Maske groß. Künstler*innen wie Hannah Höch, Sophie Taeuber-Arp, Meret Oppenheim oder Karl Schmidt-Rottluff griffen das Thema wiederholt auf. Nach der Kunst der Moderne ist es die Kunst unserer Gegenwart, die sich auffallend oft mit der Maske und ihren paradoxen Möglichkeiten des Zeigens und Verbergens, der Verschleierung und der (digitalen) Selbstoptimierung auseinandersetzt und auf diese Weise Themen von besonderer Wichtigkeit verhandelt, in einer Gesellschaft, die ohne Unterlass real und virtuell neue Gesichter hervorbringt.

Das maskierte Individuum sowie der performative  Akt des Tragens einer Maske in seinem gesellschaftlichen und politischen Kontext stehen im Fokus dieser Ausstellung internationaler Kunst der Moderne und der Gegenwart. Anhand hochkarätiger Leihgaben und teils eigens neu produzierter Werke vollzieht die Ausstellung auf über 850 Quadratmetern nach, wie Künstler*innen mit der Maske verknüpfte Eigenschaften und Fragestellungen in ihre Kunst überführen und transformieren.

Künstler*innen:
Ed Atkins, Kader Attia, Julius von Bismarck, Thorsten Brinkmann, Miriam Cahn, Claude Cahun, Heinrich Campendonk, Edson Chagas, Eli Cortiñas, Max Ernst, Theo Eshetu, Gauri Gill, Werner Gilles, Martine Gutierrez, Stef Heidhues, Hannah Höch, Daniel Knorr, Zanele Muholi,  Meret Oppenheim, ORLAN, Pablo Picasso, Signe Pierce & Alli Coates, Sigmar Polke, Ulrike Rosenbach, Karl Schmidt-Rottluff, Lavinia Schulz, Cindy Sherman, Wiebke Siem, John Stezaker, Sophie Taeuber-Arp, Rosemarie Trockel, Alexej von Jawlensky, Gillian Wearing

Kopfbild oben: Miriam Cahn, Untitled,1996 (Detail); oben rechts: Wiebke Siem, ohne Titel, 2001, Schaumstoff, Stoff, Abachiholz, Leinengarn; Sammlung Kerstin Hiller und Helmut Schmelzer, Leihgabe im Neuen Museum Nürnberg, Foto: Stefan Alber

Gauri Gill, Untitled, from Acts of Appearance, 2015-ongoing, Archival pigment print, Ed. 7 + 1 AP, 16 x 24 Inch; © die Künstlerin

Thorsten Brinkmann, El Curtaisse, 2018, Archival Pigment Print, 127 x 95 cm; © Thorsten Brinkmann / courtesy FeldbuschWiesnerRudolph, VG Bild-Kunst Bonn, 2019