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Susan Philipsz

The Calling. Eine Klanginstallation für das Viktoriabad

29.04. - 25.07.2021

Der Ausstellungszeitraum wurde verlängert: Sie können die Klanginstallation im Viktoriabad bis zum 25.7.21 besuchen!

Die schottische Künstlerin Susan Philipsz hat in den vergangenen Jahren zahlreiche eindrucksvolle Sound-Installationen in öffentlichen und institutionellen Räumen entwickelt. Seit über zwei Jahrzehnten beschäftigt sich die in Glasgow geborene Künstlerin mit der Umgestaltung und Interpretation musikalischer Quellen vor dem Hintergrund ortsspezifischer Gegebenheiten. Die gelernte Bildhauerin erkundet mittels eigener Stimme oder instrumentaler Kompositionen in ihren Werken die räumlich-skulpturalen Qualitäten von Klang und dessen emotionale wie kognitive Wirkung. Ihr Interesse gilt dabei vor allem dem Wechselspiel zwischen Klang und Architektur, den psychologischen Wirkungen von Liedern und ihrer Fähigkeit, unmittelbare Gefühle und Erinnerungen wachzurufen und dadurch unsere Raumwahrnehmung zu beeinflussen.

Speziell für das Viktoriabad, einem zentralen Bonner Ort voller Erinnerungen, hat Susan Philipsz eine neue Klanginstallation entwickelt. Dabei begegnet sie der Stille des Viktoriabades mit dem Klang ihrer eigenen Stimme, die, vervielfacht und in unterschiedlichen Ausdrucksformen, anschwillt, abebbt, widerhallt – und immer wieder Platz für schweigende Zwischenräume lässt. Inspiriert wurde sie dabei nicht zuletzt durch die These des italienischen Radiopioniers Guglielmo Marconi, dass jeder Klang, der einmal erzeugt wurde, niemals zu reiner Stille verebbt, sondern vielmehr als leise, aber nie lautlos werdende Spur unser Universum durchzieht. Wie Echos der Vergangenheit beschwört die Künstlerin Spuren der einstigen Lebendigkeit und Vitalität dieses Ortes herauf. Klanglich eröffnet sie dabei ein breites Spektrum von Variationen – die Stimmen erklingen mal chaotisch und wohlgesetzt, mal klangvoll, harmonisch aber auch dissonant und spiegeln somit die ganze Bandbreite menschlicher Natur.

The Calling versteht sich als Teil der Ausstellung Sound and Silence, in der das Kunstmuseum Bonn das Thema der Stille in seiner ganzen Breite zwischen erfülltem Schweigen und erzwungenem Verstummen, zwischen scheinbarer Lautlosigkeit und hörbaren übersteigenden Soundclustern auslotet.

Eine Ausstellung im Rahmen des Projektes „Leere, Stille, Sturz – Prometheus“ in Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn, gefördert durch BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Ausstellungsort: Viktoriabad, Franziskanerstr. 9, 53113 Bonn
Öffnungszeiten (ab dem 29.5.): Di-So, 11-18 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Aus sicherheitstechnischen Gründen ist der Zugang zur Ausstellung erst ab 14 Jahren möglich.
Die Ausstellung ist nicht barrierefrei.


Online-Eröffnung:

Mittwoch, 28.4.2021, 19 Uhr
Live über Zoom

+ Die Künstlerin ist anwesend
+ Gespräch zwischen Susan Philipsz und Prof. Dr. Stephan Berg


Zoom-Teilnahmelink:
zoom.us/j/96937032134
Meeting-ID: 969 3703 2134
Kenncode: Eroeffnung


Die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Kopfbild und oben: Viktoriabad Bonn, 2020, Foto: Sonja Werner

Viktoriabad Bonn, 2020, Foto: Sonja Werner

Viktoriabad Bonn, 2020, Foto: Sonja Werner