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Sound and Silence

Der Klang der Stille in der Kunst der Gegenwart

27.05. - 05.09.2021

Die Ausstellung Sound and Silence widmet sich dem Thema der Stille und des Schweigens im Feld der aktuellen Bildenden Kunst. Die Präsentation wird im Blick auf das Jubiläum des 250. Geburtstags von Ludwig von Beethoven realisiert und nimmt den fortschreitenden Prozess seiner Ertaubung als Ausgangspunkt für die grundsätzliche Frage nach dem Verhältnis von Klang und Stille, der produktiven und zugleich zerstörerischen Kraft des Schweigens und der Unmöglichkeit einer völligen Stille. Die Ausstellung, die ganz bewusst kein Beitrag zur Geschichte der Musik sein will, macht den Klang der Stille in einem breiten medialen Panorama, das Installationen, Performances, Videos, Filme, Fotos, Zeichnungen umfasst, in ganz unterschiedlicher Weise fassbar: als Lücke oder Fülle, als Monotonie, Wiederholung und Speicher; als Pause oder Überlagerung und Cluster, als laute Stille oder zerstörter Klang, als Wechselspiel zwischen meditativer Versenkung, erzwungenen Schweigen und stillem Widerstand, und nicht zuletzt als ambivalenter Ausdruck von Sinn und Sinnlosigkeit.

Künstler*innen:
Marina Abramović, Absalon, Nevin Aladağ, Arturo Hernández Alcazar, Dave Allen, Jennifer Allora & Guillermo Calzadilla, William Anastasi, Laurie Anderson, John Baldessari, Benjamin Bergmann, Jane Benson, Joseph Beuys, Tatiana Blass, Manon de Boer, Maya Bringolf, Christoph Büchel, Julia Bünnagel, John Cage, Hanne Darboven, Bogomir Ecker, Robert Filliou, Terry Fox, Al Hansen, Sofia Hultén, Pierre Huyghe, Annika Kahrs, Idris Khan, Christina Kubisch, Bernhard Leitner, Alvin Lucier, Christian Marclay, Teresa Margolles, Kris Martin, Jonathan Monk, Peter Moore, Janis Elias Müller, Carsten Nicolai, Yoko Ono, Dennis Oppenheim, Nam June Paik, Susan Philipsz, Riccarda Roggan, Anri Sala, Erwin Schulhoff, Sigrid Sigurdsson/Gunnar Brandt-Sigurdsson, Juergen Staack, Timm Ulrichs, Jorinde Voigt, Gillian Wearing, Samson Young, David Zink Yi, Artur Żmijewski

Die Ausstellungsarchitektur wurde von der Architektin und Ausstellungsdesignerin Ruth Lorenz, maaskat, Berlin, gestaltet. Ein umfassender Katalog mit Essays zum Thema der Ausstellung und Texten zu den Künstler*innen begleitet die Ausstellung.

Die Ausstellung wird unterstützt durch BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises sowie der Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Kopfbild: John Baldesari, "Beethoven's Trumpet (with ear) Opus #133" (Detail), 2007, Harz, Glasfaser, Bronze, Aluminium, Elektronik, © Courtesy the Estate of John Baldessari, Sprüth Magers and Marian Goodman Gallery; oben: Annika Kahrs , "Strings", 2010 (Filmstill), HDV-Film, Farbe, Ton, 8.20 min, © Die Künstlerin and Produzentengalerie Hamburg

Maya Bringolf,"Interferenzen" (Detail), 2016, Orgelpfeifen, Lüftungsrohre, Holz, Stahl, Elektronik, Motor, 340 x 280 x 280 cm, © Maya Bringolf

Tatiana Blass, "Half of the Speech on the Ground - Deaf Piano", 2010, Konzertflügel, Wachs © Tatiana Blass