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Susan Philipsz

The Calling — Eine Klanginstallation für das Viktoriabad

29.04. - 04.07.2021

Die schottische Künstlerin, Turner-Prize-Trägerin und Teilnehmerin der documenta 13 (2012) arbeitet in ihren jeweils spezifisch aus dem Ort heraus entwickelten Installationen immer mit der Wechselwirkung von Klang und Raum.

Speziell für das Viktoriabad, einem zentralen Bonner Ort voller Erinnerungen, hat Susan Philipsz eine neue Klanginstallation entwickelt. Dabei begegnet sie der Stille des Viktoriabades mit dem Klang ihrer eigenen Stimme, die, vervielfacht und in unterschiedlichen Ausdrucksformen, anschwillt, abebbt, widerhallt – und immer wieder Raum für schweigende Zwischenräume lässt. Inspiriert wurde sie dabei nicht zuletzt durch die These des italienischen Radiopioniers Guglielmo Marconi, dass jeder Klang, der einmal erzeugt wurde, niemals zu reiner Stille verebbt, sondern vielmehr als leise, aber nie lautlos werdende Spur unser Universum durchzieht. Wie Echos der Vergangenheit beschwört die Künstlerin Spuren der einstigen Lebendigkeit und Vitalität des seit Jahren geschlossenen Schwimmbades herauf. Klanglich eröffnet sie dabei ein breites Spektrum von Variationen – die Stimmen erklingen mal chaotisch und wohlgesetzt, mal klangvoll, harmonisch aber auch dissonant und spiegeln somit die ganze Bandbreite menschlicher Natur.

The Calling versteht sich als Teil der Ausstellung Sound and Silence (27.5. -5.9.2020), in der das Kunstmuseum Bonn das Thema der Stille in seiner ganzen Breite zwischen erfülltem Schweigen und erzwungenem Verstummen, zwischen scheinbarer Lautlosigkeit und das Hörbare übersteigenden Soundclustern auslotet.

Eine Ausstellung im Rahmen des Projektes „Leere, Stille, Sturz – Prometheus“ in Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn, gefördert durch BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Ausstellungsort: Viktoriabad, Franziskanerstr. 9, 53113 Bonn
Der Eintritt ist frei.

Aus sicherheitstechnischen Gründen ist der Zugang zur Ausstellung erst ab 14 Jahren möglich.
Die Ausstellung ist nicht barrierefrei.

Kopfbild und oben: Viktoriabad Bonn, 2020, Foto: Sonja Werner

Viktoriabad Bonn, 2020, Foto: Sonja Werner

Viktoriabad Bonn, 2020, Foto: Sonja Werner