Foto: Andreas Klein

Das Museum

Das Kunstmuseum Bonn gehört zu den großen, bundesweit beachteten Museen für Gegenwartskunst. Sein 1992 eröffneter, von dem Berliner Architekten Axel Schultes entworfener Neubau zählt deutschlandweit zu den wichtigen Museumsbauten der letzten Jahrzehnte.

Im Mittelpunkt des Hauses steht die rund 9.000 Werke umfassende Sammlung des Kunstmuseums Bonn mit ihrem zentralen Werkkonvolut zu August Macke und der Kunst der Rheinischen Expressionisten sowie die bedeutende Sammlung zur Kunst in Deutschland nach 1945 mit Schwerpunkt auf der Malerei, Fotografie und zeitbasierten Medien. Besonderes Kennzeichen des bundesweit einmaligen Profils ist die Konzentration auf eine überschaubare Anzahl herausragender Künstler:innen, deren Werk in großangelegten Künstler:innenräumen gezeigt wird. Die international ausgerichteten thematischen und monografischen Ausstellungsprojekte werden in der Regel aus einem engen Bezug zum Sammlungskontext entwickelt.

 

Mit dem Aufgabenbereich „Bildung und Vermittlung“ erschließt das Kunstmuseum Bonn neue Besucher:innenkreise und realisiert die gesellschaftspolitischen Anforderungen an eine zeitgemäße Museumsarbeit und Kunstvermittlung durch ein qualifiziertes und vielseitiges museumspädagogisches Angebot, das eine Schlüsselfunktion im Rahmen der Bonner Freizeit- und Bildungsangebote einnimmt.
Zudem verankern vielfältige Kooperationen mit unterschiedlichsten Institutionen im lokalen und regionalen Kontext das Haus im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit.

Geschichte

Die Planungen für den Neubau des städtischen Kunstmuseums, das bis Anfang der 1990er Jahre in einem umgebauten Bürotrakt in der Rathausgasse eher provisorisch untergebracht war, begannen Anfang der 1980er Jahre als Teil eines Gesamtkonzepts zur Errichtung von Kulturbauten des Bundes in der damaligen Hauptstadt Bonn. 1985 wurde von der Stadt Bonn ein zweistufiger Hochbauwettbewerb ausgelobt, der auch Ideen für die geplante Bundeskunsthalle einbezog. Beide Museen sollten, trotz der unterschiedlichen Träger, ein Ensemble bilden und durch den heute sogenannten „Museumsplatz“ miteinander verbunden werden.
Gebaut wurde das Kunstmuseum Bonn ab 1985 von dem ersten Preisträger des Wettbewerbs, dem Architektenbüro BJSS – Dietrich Bangert, Bernd Jansen, Stefan Scholz, Axel Schultes – und Jürgen Pleuser.

Die eigentliche Sammlungsgeschichte des ursprünglich aus der Privatsammlung Obernier entstandenen Kunstmuseums Bonn begann 1949 mit dem Ankauf des Türkischen Cafés (1914) und dem Seiltänzer (1914) von August Macke.

Zusammen mit Werken aus dem Kreis der Rheinischen Expressionisten und einem größeren Max Ernst Konvolut bildet Macke das Fundament der Sammlung und war auch Grundlage für die Konzentration der Sammlung auf das Medium Malerei. Der jahrelange Status Bonns als Bundeshauptstadt legte es darüber hinaus nahe, diese Sammlungslinie vor allem innerhalb der in Deutschland entstandenen Kunst zu verfolgen. So ist während der letzten sechs Dekaden eine der international bedeutendsten Sammlungen zur Kunst in Deutschland entstanden, wobei von renommierten Künstler:innen jeweils ganze Werkgruppen erworben wurden. Bis in die 1990er Jahre ist das Museum dabei vor allem ein Ort für Malerei gewesen, wohingegen sich der Fokus unter den Direktoren Dieter Ronte und Stephan Berg nicht nur in der Sammlung, sondern auch in den stets international ausgerichteten Wechselausstellungen erheblich weitete und mittlerweile alle Medien umfasst.

Direktoren

Walter Holzhausen 1947-1961
Eberhard Marx 1962-1976
Dierk Stemmler 1977-1985
Katharina Schmidt 1985-1992
Dieter Ronte 1993-2008
Stephan Berg seit 2008

Architektur

Das Kunstmuseum Bonn ist nicht nur wegen seiner Sammlung, sondern auch aufgrund seiner herausragenden Architektur ein wichtiger kultureller „Leuchtturm“ der Bundesstadt Bonn mit nationaler und internationaler Strahlkraft.

Das Mitte der 1980er Jahre durch das Architektenteam Dietrich Bangert, Bernd Jansen, Stefan Scholz und Axel Schultes (BJSS) geplante Gebäude wurde im Juni 1992 eröffnet. Als Bestandteil der Bonner Museumsmeile überzeugt die Architektur durch ihre Offenheit und Lichtführung. Die klare, aber keineswegs nüchterne Formensprache, die durchaus spielerische Komponenten beinhaltet, verliert sich dabei nie in einer selbstverliebten Feier der Architektur. In ihrer Größe dem Geist der ausgehenden 1980er Jahre verpflichtet, verbindet der Bau vielmehr seine starke eigene Formensprache optimal mit den inhaltlichen Bedürfnissen des Hauses.

Mit seinem anspruchsvollen „fließenden“ Raumkonzept bietet das Museum sowohl in Bezug auf die Dimensionierung der einzelnen Räume, ihre visuellen und materiellen Erschließungsachsen wie auch bezogen auf die Lichtführung bestechende Voraussetzungen, Kunst in all ihren Facetten, von der klassischen Moderne bis hin zu den Spielarten der jüngsten Kunst optimal zu präsentieren.

Foto: Andreas Klein
Heute

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