Anna Ehrenstein mit Osiriz33, Passdeutscha (Videostill), 2024, courtesy Anna Ehrenstein, KOW und Office Impart, © Anna Ehrenstein

Freiräume

Die Ausstellung thematisiert Freiräume des Denkens und Handelns ebenso wie die Voraussetzungen für Verständnis und Toleranz. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche und individuelle Möglichkeiten der Entfaltung und persönlichen Freiheit – bis hin zu Formen von Kritik und Widerstand. Denn Freiräume müssen immer wieder neu erkämpft, verteidigt und gestaltet werden: politisch, kulturell und künstlerisch.

Um die Bedeutung solcher Freiräume sichtbar zu machen, hat das Kunstmuseum Bonn acht internationale Künstler:innen eingeladen. In raumgreifenden, multimedialen und teilweise eigens für die Ausstellung entwickelten Beiträgen setzen sie sich mit unterschiedlichen Formen von Freiräumen, ihren Gefährdungen und ihrer Widerstandskraft auseinander. Dabei verstehen sie Freiräume nicht nur als Orte der Zuflucht, sondern auch als Räume der Aushandlung, Fürsorge, des Widerstands und gemeinsamer Vorstellungen von Zukunft.

Die Ausstellung rückt internationale und interkulturelle Perspektiven in den Mittelpunkt. Die künstlerischen Positionen eröffnen einen Raum für den Dialog zwischen Generationen sowie für zeitgenössische feministische und kritisch-reflektierende Ansätze. Die ausgewählten Werke und die Themen der Künstler:innen stehen dabei in einem engen Austausch miteinander und ergänzen sich inhaltlich.

Entlang der künstlerischen Positionen entfaltet die Ausstellung persönliche und kollektive Perspektiven auf Widerstand, Solidarität und Freiheit. Durch unterschiedliche Medien werden diese Themen auf vielfältige Weise erfahrbar. Zugleich vermitteln die Arbeiten ein erweitertes Verständnis von Archiven: nicht nur als Orte der Bewahrung von Wissen, sondern auch als Räume, in denen durch politische, künstlerische und feministische Praxis neues und zukunftsorientiertes Wissen entstehen kann.

Teilnehmende Künstler:innen: Tania Bruguera, Carolina Caycedo, Anna Ehrenstein (Co-Kuratorin der Ausstellung), Patricia Kaersenhout, Mire Lee, Sara Sadik, Cemile Sahin, Ebun Sodipo und Keiken.

Vorschaubild: Anna Ehrenstein, Ausstellungsansicht Fully Automated Orientalism, Villa Stuck, München 2025, courtesy Anna Ehrenstein, KOW und Office Impart, © Anna Ehrenstein

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