Hito Steyerl, Animal Spirits (Video Still), 2022, courtesy the artist, Andrew Kreps Gallery, NY and Esther Schipper, Berlin/Paris/Seoul, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Künstlerinnengespräch mit Hito Steyerl

Künstlerinnengespräch mit Hito Steyerl und Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Künstlerin Hito Steyerl (*1966 in München, lebt und arbeitet in Berlin und München) gilt als eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Mit ihren medientheoretischen Überlegungen setzt sie wichtige Impulse zu aktuellen Themen. Im Gespräch mit dem Kunsthistoriker Sebastian Baden beleuchtet sie Prozesse wie die fortschreitende Technologisierung, den Einfluss Künstlicher Intelligenz sowie veränderte Machtstrukturen in der Gesellschaft.

Im Rahmen der neuen Sammlungspräsentation zeigt das Kunstmuseum ihre Arbeit Animal Spirits, die im Anschluss an die Veranstaltung besucht werden kann. Die immersive Rauminstallation erinnert an einen geheimnisvollen, fremden Planeten: Projektionen von Höhlenmalereien schmücken die Wände und beleuchtete Glasgefäße mit Pflanzen hängen wie Himmelskörper von der Decke. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz hat die Künstlerin die historischen Höhlenmalereien zum Leben erweckt. Im Zentrum der Installation steht der Film mit dem Titel Animal Spirits – eine Mischung aus Reality TV-Show, Dokumentarfilm und Animationen. Darin behandelt die Künstlerin unterschiedliche gesellschaftliche Entwicklungen wie die Verbreitung von Kryptowährungen, die Bedeutung von Kultur in Zeiten der Pandemie sowie alternative Formen der Landwirtschaft.

Der Begriff Animal Spirits geht zurück auf den britischen Wirtschaftswissenschaftler John Maynard Keynes (1883–1946). In seinem Buch aus dem Jahr 1936 beschrieb er den Einfluss von Gefühlen wie Gier oder Furcht auf wirtschaftliche Zusammenhänge. Hito Steyerl überträgt diese Theorie in ihrem Film auf unsere Gegenwart, wenn beispielsweise der Schafhirte und Aktivist Nel vor der Verbreitung des Wolfs warnt, der hier als Sinnbild für den brutalen Wettbewerb in der freien Wirtschaft steht.

Die Installation ist Teil der Reihe ZOOM IN, mit der das Kunstmuseum Bonn künstlerische Einzelpositionen aus seiner Sammlung in den Fokus rückt. Aktuelle Informationen finden Sie in unserem DigitalGuide.

Die Installation ist eine Dauerleihgabe der Sammlung KiCo.

 

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