Restituiertes Gemälde ab 9.9.2025 in neuer Sammlungspräsentation Menschen und Geschichten

Es ist ein Glücksfall und für alle Seiten befriedigender Ausgang der Restitutionsgeschichte um das Werk Blick in Ebene (1918) von Paul Adolf Seehaus: Der neue Besitzer Alexander Schorn, Unternehmer aus Köln, stellt die Gouache dem Kunstmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Paul Adolf Seehaus (1891–1919) war der einzige Schüler von August Macke und einer der bedeutendsten Künstler der Rheinischen Expressionisten. Blick in Ebene gehört zu den eindrucksvollen Landschaftsdarstellungen des Künstlers, die seine stilistische Nähe zu Macke, zugleich aber auch seine eigene künstlerische Handschrift erkennen lassen.

„Es freut mich außerordentlich, dass das Werk nun wieder in die hervorragende Sammlung der Rheinischen Expressionisten am Kunstmuseum Bonn zurückkehrt, wo ich es vor über 10 Jahren erstmalig gesehen habe“, so Alexander Schorn. „Als Unternehmer, dessen Familienbetrieb seit mehr als 125 Jahren auf die Pflege und Erhaltung von Baudenkmälern spezialisiert ist, sehe ich dies auch als Beitrag, historische Zusammenhänge wiederherzustellen. Ich danke dem Auktionshaus Lempertz und Frau Isabel Apiarius-Hanstein, dass sie den Kontakt zum Kunstmuseum Bonn hergestellt und mich bei der Leihgabe unterstützt haben.“

Prof. Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseum Bonn: „Die Sammlung des Kunstmuseums Bonn ist das natürliche Biotop für Werke von Seehaus und Blick in Ebene ein besonders schönes Beispiel für die Eigenheiten seines Stils. Die großzügige Geste von Herrn Schorn ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Spagat zwischen der Wiedergutmachung von erlittenem Unrecht durch NS-verfolgungsbedingten Entzug von Kulturgut und gleichzeitigem Erhalt der Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit gelingen kann. Wir sind sehr dankbar, auf diese Weise eine faire und gerechte Lösung für die Erbengemeinschaft nach Marie Louise Koppel-Stadler gefunden zu haben und gleichzeitig die Arbeit mit dem Werk für unsere Sammlung fortsetzen zu können.“

In den vergangenen Monaten hat das Kunstmuseum Bonn ein neues Beleuchtungssystem erhalten, das im Sinne der Nachhaltigkeit energieeffizienter ist und sich unkompliziert konservatorischen Bedingungen anpassen lässt. Im Zuge des Umbaus wurden sukzessive Raumblöcke geschlossen und daraufhin mit neuen raumfüllenden Installationen wiedereröffnet.
Nun ist die Sammlung wieder in Gänze zu sehen, inklusive neuer Rauminstallationen von Ulla von Brandenburg, Thomas Demand, Dominique Gonzalez-Foerster, Tomás Saraceno u. a.  sowie weiteren neu gestalteten Räumen mit Werken mehrerer Künstler:innen.

Neben der Nutzung des Online-Kalenders, können Sie sich die Veranstaltungen des Kunstmuseums auch bequem zu Hause downloaden und ausdrucken.

Hier finden Sie das aktuelle Quartalsprogramm, sortiert nach Zielgruppen:

Quartalsprogramm Okt-Dez 2025:
Alle Veranstaltungen (PDF zum Download)

Bitte beachten Sie, dass es zu kurzfristigen Änderungen und/oder Programm-Updates kommen kann. Diese finden Sie ausschließlich im Online-Kalender und nicht im PDF.

Zum Online-Kalender (bitte anklicken)

Unser Jahresprogramm bietet einen kleinen Vorgeschmack des spannenden Ausstellungsjahres 2025, im Museumsmagazin kommen noch die Highlights des letzten Jahres, spannende Gastbeiträge und Blicke hinter die Kulissen des Museums dazu. Beim nächsten Besuch im Museum kostenlos zur Mitnahme, jetzt schon digital hier:

Download: Jahresprogramm_2025
Download: Museumsmagazin_2025

 

An jedem 1. Sonntag im Monat erhalten Besucher:innen freien Eintritt ins Kunstmuseum Bonn. Die Aktion wird ermöglicht durch die Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn.

Alle sind herzlich eingeladen, jede:r ist willkommen!
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Freunde, Familie, …
Weitersagen ausdrücklich erwünscht!

Das Kunstmuseum Bonn restituiert die Gouache Blick in Ebene (1918) von Paul Adolf Seehaus an die Erbengemeinschaft der ursprünglichen Eigentümerin. Das Werk wurde der jüdischen Sammlerin Louise Koppel-Stadler mit hoher Wahrscheinlichkeit während der Zeit des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogen und gelangte 1951 über den Kunsthandel in die Sammlung des Kunstmuseums Bonn. Im Rahmen eines umfassenden, vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Provenienzforschungsprojekts am Kunstmuseum wurde 2021 eine problematische Provenienz festgestellt und das Werk in die Lost Art-Datenbank eingetragen. Dort identifizierten es 2023 die Erben und wandten sich an das Kunstmuseum Bonn. Nun erfolgte am 31. Januar 2025 die Übergabe des Kunstwerks an die Nachkommen der rechtmäßigen Eigentümerin.

Dr. Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseums Bonn: „Die Rückgabe von Kunstwerken, die NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden, ist ein Beitrag zur historischen Gerechtigkeit. Provenienzforschung ist für uns eine zentrale Aufgabe, die wir mit Sorgfalt und Transparenz verfolgen. Es erfüllt uns mit Genugtuung, dass durch die Zusammenarbeit mit der Erbengemeinschaft eine faire und gerechte Lösung erzielt werden konnte.“

Dr. Hannes Hartung, Rechtsanwalt der gesetzlichen Erben von Marie Louise Stadler: „Meine Mandant:innen bedanken sich sehr herzlich für die gerechte und faire Lösung beim Kunstmuseum Bonn und allen ihren damit betrauten Mitarbeiter:innen. Sie wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. Mit der Restitution halten sie das Andenken an Marie Louise Stadler in Ehren.“

Freier Eintritt
Geflüchtete, die ihren Status als Geflüchtete durch ein ausländerbehördliches Dokument nachweisen können, erhalten freien Eintritt ins Kunstmuseum.

Kostenlose Workshop-Teilnahme
Jeden Sonntag von 11:15 – 13:15 Uhr findet unser Atelier am Sonntag statt – für Gäste jeden Alters, mit Förder- und Assistenzbedarf, mit und ohne Kunsterfahrung. Geflüchtete sind herzlich eingeladen, kostenfrei an diesen Workshops teilzunehmen. Die Teilnahmezahl ist begrenzt, Teilnahmekarten können an der Museumskasse vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden. Alle Termine des Atelier am Sonntag finden Sie in unserem Kalender.

 

Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat das Kunstmuseum Bonn in der eigenen Sammlung jene Werke untersucht, die vor 1945 entstanden sind.  Hierbei handelt es sich vornehmlich um Gemälde und Papierarbeiten von August Macke und den Rheinischen Expressionisten. Ziel des Projektes war es, die Provenienz der Werke zu ermitteln.

Aber was ist eigentlich Provenienzforschung und wie funktioniert sie? Hier erläutern wir Ihnen das Vorgehen anhand zweier Werke aus unserer Sammlung: http://provenienz.kunstmuseum-bonn.de/

Das Projekt wurde vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert.

 

Videos für Menschen mit und ohne Demenz

Lassen Sie sich anregen von Gemälden der Rheinischen Expressionisten zum Entdecken und Selbermachen!

In neun kurzen Filmen stellen wir Ihnen Werke unserer Sammlung vor und begleiten Sie bei der bildnerisch-praktischen Umsetzung. Allein oder zusammen mit Angehörigen, Freunden oder Betreuenden oder auch in der Gruppe lassen sich mit einfachen Materialien eigene Bilder gestalten. Probieren Sie es aus, machen Sie einfach mit!

Die Filme finden Sie hier.

Zu allen Filmen versenden wir auf Anfrage Wunder-Kunst-Tüten mit den entsprechenden Materialien (5 Euro / für 2 Pers. 9 Euro; plus Porto). Kontakt:

Mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung „miteinander-füreinander“ der Volksbank Köln Bonn eG

 

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