Der Rhein, 1982

Ihr Lieblingsbild jetzt in die Ausstellung wählen!

Am 8. Mai eröffnen wir die Neupräsentation unserer Sammlung „Raum für phantasievolle Aktionen“. Die Besonderheit: Ein Raum bleibt Ihrem Lieblingsbild vorbehalten, das Sie sozusagen selbst an die Wand wählen können. Und so geht’s: Jeden Monat stehen jeweils 5 Werke zur Auswahl. Hinterlassen Sie uns bis zum 1. Mai einen Kommentar bei Instagram oder Facebook, welche Nummer Ihr Favorit ist. Das Werk mit den meisten Stimmen können Sie dann jeweils für einen Monat in der Sammlungspräsentation besuchen.

In unserer Sammlung Online finden Sie im jeweiligen Album alle zur Auswahl stehende Bilder.
Anselm Kiefers „Der Rhein“ ist die Nummer 3.

Anselm Kiefer (*1945 in Donaueschingen) setzt sich in seinem Werk intensiv mit der deutschen Geschichte auseinander. Seine Landschaften sind häufig von Richard Wagners Parzifal oder den Nibelungen geprägt. Die Holzschnitt-Reihe Der Rhein greift jene geschichtsträchtige Flusslandschaft auf, die noch zur Zeit Goethes vor allem für Romantik stand, nach den napoleonischen Kriegen zunehmend politisiert wurde und im 20. Jahrhundert reaktionär überfrachtet wurde.

Dabei stellen diese Holzschnitte für Kiefer auch eine Vermischung aus subjektiven Erinnerungsfragmenten und kollektivem Gedächtnis deutscher Geschichte dar. Die verschiedenen Blätter zeigen jeweils den Fluss im Hintergrund, davor dichte schwarze Bäume und am Horizont ehemalige Bunker der Siegfriedlinie, einer Verteidigungslinie in beiden Weltkriegen.

Kiefer, selbst am Rhein aufgewachsen, erlebte diese Bunker als Fixpunkte seiner Kindheit. Im Laufe der Zeit wurden die Relikte des Krieges entfernt, was in den Augen des Künstlers einem Tilgen der Vergangenheit innerhalb einer verharmlosenden neudeutschen Geschichtsschreibung gleichkommt.

Das Medium des Holzschnitts führt die Betrachter:innen durch die Sichtbarkeit der Holzmaserungen physisch an den Rhein. Kiefer selbst sagt über diese Werkgruppe: „Das sperrige, widerspenstige Material Holz und das einfache Schwarz-Weiss scheinen im Gegensatz zu stehen zur Eigenart des Flusses, diesem Flüssigen, Schillernden, in tausend Farben Oszillierenden.“

Heute

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