„Another world is not only possible, she is on her way.“ (Arundhati Roy, War Talk, 2003)
Was stellt unsere gewohnten Sichtweisen auf die Probe? Wann sind wir bereit, die Perspektive zu wechseln und andere Erzählungen zuzulassen? Das sind die zentralen Fragen der Ausstellung „Freiräume. Zwischen Wandel und Widerstand“. Mit neun internationalen nicht-weißen Künstlerinnen thematisiert die Ausstellung im Kunstmuseum Bonn Freiräume des Denkens und Handelns, die neue Perspektiven auf Zukünfte der Versöhnung eröffnen.
Die Besucher:innen betreten acht immersive Räume und sind dort immer wieder als handelnde Akteure gefragt, sei es in einer Gaming Situation in Shisha-Bars oder durch ritualisiertes Einschlagen von Nägeln. Auf diese Weise schafft das Museum einen Freiraum für die Entstehung gemeinschaftlicher Narrative der Verständigung. Die gezeigten künstlerischen Positionen regen zum Perspektivwechsel an, fördern differenzierte Haltungen und entwerfen neue Zukunftsbilder. Die Schau unterstreicht, dass Freiräume für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar sind.
Teilnehmende Künstler:innen:
Tania Bruguera, Carolina Caycedo, Anna Ehrenstein (Co-Kuratorin der Ausstellung), Patricia Kaersenhout, Mire Lee, Sara Sadik, Cemile Sahin, Ebun Sodipo und Keiken.
Vorschaubild: Anna Ehrenstein, Ausstellungsansicht Fully Automated Orientalism, Villa Stuck, München 2025, courtesy Anna Ehrenstein, KOW und Office Impart, © Anna Ehrenstein


