Zur Eröffnung der Ausstellung FREIRÄUME. Zwischen Wandel und Widerstand laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Was stellt unsere gewohnten Sichtweisen auf die Probe? Wann sind wir bereit, die Perspektive zu wechseln und andere Erzählungen zuzulassen? Das sind die zentralen Fragen der Ausstellung „Freiräume. Zwischen Wandel und Widerstand“. Mit neun internationalen nicht-weißen Künstlerinnen thematisiert die Ausstellung im Kunstmuseum Bonn Freiräume des Denkens und Handelns, die neue Perspektiven auf Zukünfte der Versöhnung eröffnen.
Angesichts unserer immer diverser werdenden Gesellschaften hat das Kunstmuseum Bonn neun internationale nicht-weiße Künstlerinnen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte eingeladen, in raumgreifenden, multimedialen und überwiegend für diese Ausstellung entwickelten Arbeiten ganz unterschiedliche Freiräume, ihre Gefährdungen und ihre Widerständigkeit zu verhandeln. Sie blicken auf den globalen Norden und die westlichen Demokratien mit anderen Augen, denn sie reflektieren auch das Unrecht, das ihre Familien und sie selbst erlitten haben. Dabei schaffen sie Räume, in denen eine andere – vor allem versöhnlichere – Welt sichtbar wird.
Die Besucher:innen betreten acht immersive Räume und sind dort immer wieder als handelnde Akteure gefragt, sei es in einer Gaming Situation in Shisha-Bars oder durch ritualisiertes Einschlagen von Nägeln. Auf diese Weise schafft das Museum einen Freiraum für die Entstehung gemeinschaftlicher Narrative der Verständigung. Die gezeigten künstlerischen Positionen regen zum Perspektivwechsel an, fördern differenzierte Haltungen und entwerfen neue Zukunftsbilder. Die Schau unterstreicht, dass Freiräume für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar sind.
Teilnehmende Künstler:innen:
Tania Bruguera, Carolina Caycedo, Anna Ehrenstein (Co-Kuratorin der Ausstellung), Patricia Kaersenhout, Mire Lee, Sara Sadik, Cemile Sahin, Ebun Sodipo und Keiken.
Die Ausstellung wird gefördert durch: Stiftung Kunst der Sparkasse in Bonn, Dr. Stephan Oehmen- Stiftung für moderne und zeitgenössische Kunst, British Council.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.