Zur Eröffnung der Ausstellung JACQUES TILLY. Wagen und Widerstand laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Was passiert, wenn gesellschaftliche Kritik auf künstlerische Zuspitzung trifft? Parallel zum Ausstellungsprojekt FREIRÄUME. Zwischen Wandel und Widerstand (26.11.2026 – 04.04.2027) präsentiert das Kunstmuseum eine Sonderausstellung mit dem renommierten Satiriker und Künstler Jacques Tilly (*1963 in Düsseldorf). Sie thematisiert die Bedeutung des Karnevals als zentralen gesellschaftlichen Freiraum unserer Demokratie.
In einer Zeit, in der Debattenräume zunehmend enger werden, widmet sich diese Schau dem Kern von Tillys Schaffen: dem Kampf um die Freiheit von Satire, Provokation, Kritik und künstlerischer Zuspitzung. International bekannt wurde Tilly durch seine oft drastischen Entwürfe für den Düsseldorfer Rosenmontagszug, die weltweit Aufmerksamkeit erregen. Für die Ausstellung verwandelt der Künstler das Museum in ein Laboratorium der Kritik und des Widerstands. Die Präsentation reicht von Arbeiten aus der Zeit der Bonner Republik und des geteilten Deutschlands bis zu aktuellen internationalen Reaktionen auf sein Werk – begeisterte Zustimmung, aber auch Proteste, Zensurversuche und staatliche Verfolgung.
Jacques Tilly, geboren 1963 in Düsseldorf, studierte Kommunikationsdesign und prägt seit den 1980er Jahren das Bild des politischen Karnevals. Mit seinen international beachteten Motivwagen zählt er zu den bekanntesten satirischen Künstlern Deutschlands. Ein Moskauer Gericht verurteilte den Künstler am 2. April 2026 zu einer Haftstrafe von 8,5 Jahren wegen „Verunglimpfung von Staatsorganen“ und vierjährigem Arbeitsverbot.
Der Künstler wird zur Eröffnung anwesend sein und über die befreiende Kraft der Satire sprechen.
Der Eintritt ist am Eröffnungstag bis 14 Uhr frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.